DIN 5008: Der Briefabschluss

31. Oktober 2012 | Von | Kategorie: Blog, DIN 5008, Korrespondenz

Wie ich bereits im Artikel zum Briefende nach DIN 5008 bemerkt habe, wird unter Briefende und Briefabschluss meist dasselbe verstanden. Man kann sich darüber streiten, aber ich unterscheide die beiden Begriffe.

Das Briefende ist für mich der Schlusssatz nach dem Textkörper mit der anschließenden Grußformel und der eventuellen Wiederholung der Unternehmensbezeichnung.

Unter dem Briefabschluss nach DIN 5008, um den es in diesem Artikel gehen soll, verstehe ich die formellen Angaben im unteren Teil des Geschäftsbriefes wie den Bereich für die Unterschriften und den Anlagen- oder Verteilervermerk.

Der Briefabschluss nach DIN 5008

Die Unterschrift nach DIN 5008

Vor dem Briefabschluss und dem Bereich für die Unterschrift findet man im Geschäftsbrief üblicherweise die Grußformel oder die Wiederholung des Unternehmens oder der Behörde.

Nach diesen Briefbestandteilen fügt man drei Leerzeilen ein, um ausreichend Platz für die handschriftliche Unterschrift zu gewährleisten. In der mittleren Leerzeile kann man Vermerke zur Unterschrift wie „i. A.“, „i. V.“, oder „ppa.“ einfügen.

Direkt darf folgt in Geschäftsbriefen die maschinenschriftliche Wiederholung der Unterschrift. Gerade bei unleserlichen Unterschriften sollte darauf keinesfalls verzichtet werden.

Wird der Brief von zwei Personen unterzeichnet erscheint die zweite Unterschrift auf Höher der ersten.

Der Anlagenvermerk nach DIN 5008

Der Anlagenvermerk folgt nach der maschinenschriftlichen Wiederholung der Unterschrift. Zwischen diesen Beiden Briefbestandteilen ist eine Leerzeile einzufügen.

Der Anlagenvermerk kann aus Platzgründen aber auch eingerückt bei 10 cm vom Blattrand auf Höhe der Grußformel gesetzt werden.

Bevor die Anlagen aufgelistet werden erscheinen die Worte „Anlage“ oder „Anlagen“ in Fettschrift. Der Auflistung der Anlagen ist deren Anzahl voranzustellen.

Muss man die Anlagen aus Platzgründen kürzen, empfiehlt es sich nur das Wort Anlagen mit der entsprechenden Anzahl in Fettschrift anzugeben.

Der Verteilervermerk nach DIN 5008

Der Verteilervermerk wird ähnlich dem Anlagenvermerk verwendet. Nutzt man keinen Anlagenvermerk, so tritt der Verteilervermerk an seine Stelle nach der maschinenschriftlichen Unterschrift oder auf Höhe der Grußformel.

Nutzt man einen Anlagenvermerk, so ist die Auflistung der Verteiler durch eine Leerzeile abgesetzt nach den Anlagen zu vermerken.

Vor der Auflistung der Verteiler erscheint das fettgedruckte Wort „Verteiler“.

Es empfiehlt sich nicht die Verteiler ähnlich wie die Anlagen einzukürzen.

 

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