DIN 5009: Die Buchstabiertafel/Das Buchstabieralphabet

19. November 2012 | Von | Kategorie: Blog, DIN 5008, Kommunikation

Die deutsche Buchstabiertafel/das amtliche Buchstabieralphabet kommt im Büroalltag viel zu selten zum Einsatz. Sie kann aber nicht nur für Bürojobber nützlich sein. Auch für Privatleute kann sie die Kommunikation erleichtern.

Die deutsche Buchstabiertafel/das amtliche Buchstabieralphabet ist in der DIN 5009 geregelt. Die DIN 5009 soll schreibgerechtes Diktieren erleichtern und legt entsprechende Regeln fest.

Man sollte beachten, dass es für verschiedene Länder auch verschiedene Buchstabieralphabete gibt. Die Liste aus diesem Artikel bezieht sich auf Deutschland. Österreich und die Schweiz haben eigene Buchstabiertafeln, die sich teilweise von der Deutschen unterscheiden.

Was ist die deutsche Buchstabiertafel/das amtliche Buchstabieralphabet?

Buchstabiertafel und Buchstabieralphabet sind Synonyme. Es sind Auflistungen der DIN 5009, die jedem Buchstaben ein Wort zuordnen. Die Kommunikation soll erleichtert werden, indem die einzelnen Buchstaben mithilfe eines Worts mit demselben Anfangsbuchstaben ausdrückt werden.

Die Buchstabiertafel/Das Buchstabieralphabet soll so mögliche Verwechslungen von gleich klingenden Lauten vermeiden. „M“ und „N“ klingen beispielsweise ziemlich ähnlich und die Verwendung von „Martha“ oder „Nordpol“ für „M“ oder „N“ vermeiden Verständnisprobleme.

Der Name Max würde dann mittels des Buchstabieralphabets buchstabiert, indem man die Namen Martha – Anton – Xaver verwendet.

Wann verwendet man die deutsche Buchstabiertafel/das amtliche Buchstabieralphabet?

Das Buchstabieralphabet wird vorrangig in der mündlichen Kommunikation verwendet. Auch beim Diktieren oder Phonodiktat ist es gebräuchlich.

Den Namen Max aus dem vorigen Abschnitt würde man auf Grund der einfachen Verständlichkeit sicher nicht buchstabieren. Anders sieht das jedoch bei komplizierten und schwer verständlichen Namen aus. Um diese ohne Verwechslungsgefahr und verständlich zu buchstabieren sollte man sich der Buchstabiertafel/des Buchstabieralphabets bedienen.

Die Anwendung bietet sich nicht nur bei Namen an. Bei Fremdworten und Fachtermini ist das Buchstabieralphabet ebenso zu empfehlen wie bei Buchstabenkombinationen wie z. B. Aktenzeichen oder alphanumerischen Kundennummern.

 

Sollte man sich zwingend an die Vorgaben des Buchstabieralphabets halten?

Häufig werden für einzelne Buchstaben üblicherweise andere Worte verwendet. Man sollte sich allerdings darüber bewusst sein, dass man unter Fachleuten nicht so professionell wirkt, wenn man statt dem korrekten Samuel der Buchstabiertafel den oft verwendeten Siegfried verwendet.

Auf der anderen Seite muss man festhalten, dass es menschlich ist, wenn ein Mal nicht den korrekten Namen des Buchstabieralphabets verwendet.

Nutzt man also beispielsweise Siegfried anstatt des korrekten Samuel ist das besser als normales Buchstabieren, da es trotzdem verständlicher ist.

Die Buchstabiertafel/Das Buchstabieralphabet

[columnlayout]
[columncontent width=“25″]A = Anton
Ä = Ärger
B = Berta
C = Cäsar
Ch = Charlotte
D = Dora
E = Emil
F = Friedrich[/columncontent]
[columncontent width=“25″]G = Gustav
H = Heinrich
I = Ida
J = Julius
K = Kaufmann
L = Ludwig
M = Martha
N = Nordpol[/columncontent]
[columncontent width=“25″]O = Otto
Ö = Ökonom
P = Paula
Q = Quelle
R = Richard
S = Samuel
Sch = Schule
ß = Eszett[/columncontent]
[columncontent width=“25″]T = Theodor
U = Ulrich
Ü = Übermut
V = Viktor
W = Wilhelm
X = Xanthippe
Y = Ypsilon
Z = Zacharias[/columncontent]
[/columnlayout]

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