DIN 5008: Die Seitenränder

22. November 2012 | Von | Kategorie: Blog, DIN 5008, Korrespondenz

Die Seitenränder sind in meinen Augen mit der wichtigste Punkt in der DIN 5008. Sie sind wichtig für ein ordentliches Erscheinungsbild des Geschäftsbriefes und fördern gleichzeitig die Übersichtlichkeit.

Nur wenn die Seitenränder ordentlich nach der DIN 5008 eingestellt sind, stimmen auch die Positionen aller anderen Briefbestandteile. Gleichzeitig kann man dann ganz einfach alle Briefbestandteile mittels Zeilenschaltungen (Leerzeilen) positionieren.

Die Angaben dieses Artikels entsprechen dem aktuellen Stand der DIN 5008 (April 2011).

Die Seitenränder gemäß der DIN 5008

Der obere Seitenrand

Bei dem oberen Seitenrand muss man je nach Briefart und Form differenzieren. Der obere Rand ist wichtig für die Positionierung des Anschriftenfeldes und der nachfolgenden Briefteile. Der Briefkopf erscheint innerhalb des oberen Seitenrands.

Geschäftsbrief

Beim Geschäftsbrief ist der obere Seitenrand abhängig davon, ob man Form A oder Form B verwendet.

Oberer Rand Form A: 27 mm (2,7 cm)
Oberer Rand Form B: 45 mm (4,5 cm)

Privatbrief

Oberer Rand Privatbrief: 50 mm

Der Unterschied der Seitenränder zur Form B ergibt sich aus der nicht verwendeten Rücksendeangabe im Privatbrief. Die fehlende Zeilenschaltung entspricht bei Schriftgröße 12 Pt. 4,23 mm und wird auf 5 mm aufgerundet.

Durch diesen Unterschied zur Form B erscheint auch beim Privatbrief das Anschriftenfeld an der richtigen Stelle, sodass Fensterumschläge ohne Probleme verwendet werden können.

Der linke Seitenrand

Der linke Seitenrand wird nach der aktuellen DIN 5008 auf 25 mm (2,5 cm) eingestellt.

Der rechte Seitenrand

Auf der rechten Seite ist man hinsichtlich des Rands etwas flexibler. Es wird empfohlen den Rand auf 20 mm (2 cm) zu stellen. Allerdings sollte man gemäß DIN 5008 mindestens einen Rand von 10 mm (1 cm) wählen.

Grundsätzlich lässt sich also sagen, dass der Rand 2 cm sein sollte. Möchte man jedoch alle Briefinhalte auf einer Seite darstellen, kann man aus Platzgründen auch einen geringeren rechten Seitenrand bis maximal 10 mm (1 cm) wählen.

Der untere Seitenrand

Ausnahmsweise hat die DIN 5008 zu diesem Thema nichts zu sagen. Der untere Seitenrand sollte groß genug aber nicht zu groß gewählt werden, damit das Erscheinungsbild des Briefes nicht leidet.

Der untere Seitenrand kann somit auch je nach Platzbedarf angepasst werden. Unter Umständen kann man so auf die zweite Briefseite verzichten.

Für den unteren Seitenrand bieten sich z. B. 20 mm (2 cm) an.

Der untere Seitenrand ist auch abhängig von den notwendigen Angaben und deren Platzbedarf in der Fußzeile. Das ist beispielsweise auch abhängig von der Briefart und möglicherweise auch von gesetzlichen Bestimmungen.

Inhalte von Rechnungen und notwendige Geschäftsangaben von Kapitalgesellschaften sind gesetzlich z. B. detailliert geregelt und werden in aller Regel in der Fußzeile untergebracht.

 

Für die Position von Falzmarken und Lochmarken nach DIN 5008 gibt es einen gesonderten Artikel.

Sie möchten mehr über die DIN 5008 oder anderen Themen erfahren? Dann werfen Sie einen Blick in die Artikelliste mit allen bisher erschienenen Artikeln.

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