Headhunting als Karrierechance

29. Dezember 2012 | Von | Kategorie: Blog, BWL, Organisation, Personal

Der Begriff Headhunting taucht regelmäßig in den Medien auf und viele Bürojobber werden im Laufe Ihres Arbeitslebens im Büro von einem Headhunter angerufen.

Dieser Artikel soll einen Einblick in das Headhunting geben und zeigen, wer warum für Headhunter interessant ist. Außerdem gebe ich ein paar Tipps, wie Sie Headhunter auf sich aufmerksam machen können und wie Sie mit dem Anruf dann umgehen sollten.

Was ist Headhunting?

Durch die Beauftragung eines Experten, den so genannten Headhuntern, versuchen Unternehmen direkt Angestellte anderer Unternehmen abzuwerben. Die Abwerbungsversuche können auch die Angestellten direkter Mitbewerber betreffen, um von deren Know-How zu profitieren.

Unternehmen können so perfekte Wunschkandidaten finden, die über die herkömmlichen Wege für sie kaum erreichbar oder auffindbar gewesen wären.

Headhunting hat seinen Ursprung in den USA und verbreitet sich auch in Deutschland zunehmend. Für die Berufsbezeichnung Headhunter könnte man im Deutschen die weniger schöne Bezeichnung Kopfjäger verwenden.

Für die Angestellten kann Headhunting eine Karrierechance darstellen, da es eine Möglichkeit der beruflichen Neuorientierung ist oder auch eine Aufstiegschance darstellt.

Für deren Arbeitgeber hingegen ist es ein Risiko, da bedeutende Angestellte das Unternehmen möglicherweise verlassen und der neue Arbeitgeber von eigenen Unternehmensinterna profitieren könnte.

Welche Zielgruppe haben Headhunter?

Headhunting richtet sich nicht mehr nur ausschließlich an das Topmanagement – auch die Hierarchiestufen darunter sind für Headhunter interessant. Mittlere Hierarchiestufen sind auch in der Hinsicht relevant, da sich dort potenzielle Aufstiegskandidaten befinden können.

Grundsätzlich sind Manager, Führungskräfte, hoch spezialisierte Fachkräfte und Angestellte, die als Experten auf ihrem Gebiet gelten, Ziel der Headhunter. Die Gehaltsbereiche liegen dabei bei einem Jahresgehalt im oberen fünfstelligen und sechsstelligen Bereich.

Das eine Sachbearbeiterin auf der unteren Hierarchieebene in ihrem Büro den Anruf eines Headhunters erhält ist also relativ unwahrscheinlich.

Anders kann es jedoch bei anderen Büroangestellten der unteren Hierarchieebenen aussehen. Eine hoch qualifizierte Fremdsprachensekretärin oder eine Assistentin, kann durchaus schon interessant sein.

Unter Umständen sind jedoch auch „einfache“ Angestellte für den Headhunter interessant. Wenn deren Auftraggeber gezielt Angestellte von direkten Konkurrenzunternehmern aufgrund deren Branchenkenntnissen und Unternehmenswissen haben möchte, wird ein Headhunter auch dahingehend tätig.

Wie finde ich einen Headhunter?

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass in der Regel nicht der Angestellte den Headhunter findet, sondern der Headhunter den Angestellten.

Jedoch können Sie langfristig forcieren, dass Sie von einem Headhunter gefunden werden, indem Sie sich selbst ins Rampenlicht rücken. Headhunter recherchieren sorgfältig und umfassend, um passende Jobkandidaten zu finden, was Sie sich zunutze machen können.

Nutzen Sie die Quellen der Headhunter für sich selbst, so werden diese bei ihrer Recherche früher oder später auf Sie aufmerksam.

Einige Recherchequellen der Headhunter:

  • Namentliche Erwähnungen auf Firmenhomepages
  • Social-Media-Netzwerke (vor allem Xing und Linkedin)
  • Publikationen (in Printmedien als auch im Web)
  • Teilnahme an branchenspezifischen Veranstaltungen und Messen
  • Vorträge als Referenzen
  • Eigene Netzwerke (Viele Kandidaten werden aufgrund von Empfehlungen gefunden, vernetzen Sie sich also!)

Eine eigene Kontaktaufnahme zu Headhuntern ist im Zeitalter des Internets jedoch auch möglich, da sie sich selbst im Internet präsentieren. Auf Experteer können Sie sich beispielsweise über Headhunter in ihrer Region informieren und mit ihnen in Kontakt treten. Da sich das Portal an Spitzenkräfte mit einem entsprechend hohen Jahresgehalt richtet, schreiben Headhunter, ihre zu besetzenden Stellen, dort auch direkt öffentlich aus.

Fazit

Der Anruf eines Headhunters ist prinzipiell nichts Schlechtes. Im Gegenteil – ruft Sie der Headhunter in Ihrem Büro an, spricht es eher für Sie und Ihr Qualifikationsprofil.

Wenn Sie einen Anruf im Büro erhalten, sollten Sie die Ruhe bewahren und das Gespräch wie ein normales geschäftliches Telefonat behandeln. Wahren Sie die übliche Business-Etikette und halten Sie alle Regeln ein, die auch für normale Bewerbungsprozesse gelten. Seien Sie also stets ehrlich und immer Sie selbst.

Der Headhunter wird nicht gleich alle Informationen preisgeben. Sie sollten das ebenso wenig tun und schon gar nicht über Unternehmensinterna reden.

Außerdem sollten Sie immer im Hinterkopf haben, dass der Anruf keine Jobgarantie darstellt und Sie sicher nicht der einzige Kandidat sind, den der Headhunter anruft.

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