Arbeitnehmerbeschattung nimmt zu – wann ist sie gerechtfertigt?

25. Mai 2013 | Von | Kategorie: Blog, Recht

Für Pressefreunde war in jüngster Vergangenheit ein äußerst kontroverses Thema nicht zu übersehen: Mitarbeiterbeschattungen durch Arbeitgeber kommen häufiger vor als erwartet. Oft sollen diese einen Kündigungsgrund oder andere negative Informationen ans Licht fördern. Wie rechtfertigen Arbeitgeber ihr Vorgehen? In dem folgenden Artikel versuche ich, eine Antwort auf diese Frage zu finden

Alarmierende Pressestimmen

Laut des Online-Magazins Spiegel gehen Gewerkschaften davon aus, dass Mitarbeiterbespitzelungen wesentlich häufiger vorkommen, als der Durchschittsarbeitnehmer annehmen würde. So wurden Stimmen laut, es würden grundlos vertrauliche Informationen über Arbeitnehmer an Detekteien weitergegeben. Häufig soll es nur darum gegangen sein, einen ungeliebten Angestellten durch das pedantische Suchen eines Kündigungsgrundes loszuwerden. Mithilfe eines Detektivs dringt das Unternehmen meist sehr weit in die Privatsphäre seiner Angestellten ein. In welchem Fall der Einsatz einer Detektei aber womöglich berechtigt sein kann und was ein absolutes Tabu bleiben muss, möchte ich im folgenden Abschnitt erörtern.

Betrügern auf der Spur

Betrug bei der Angabe von Arbeitszeiten. Besonders Außendienstmitarbeiter fallen hier ins Visier. Eine Detektei, wie sie unter www.apex-detektive.de zu finden ist, kann bei einem BEGRÜNDETEN Verdacht des Arbeitgebers eingeschaltet werden. Die Arbeit des Detektives beschränkt sich hier auf die vermeintliche Arbeitszeit. Auf keinen Fall darf es zur Beschattung während der Freizeit kommen. Beispielweise die Beobachtung eines privaten Abendessens im Familienkreis durchs Fenster des Arbeitnehmers oder ähnliche gruselige Vorgehensweisen sind ein absolutes Tabu!

Viel kann auch über die Beschattung im Krankheitsfall gelesen werden. Bei dem dringenden Verdacht, der kranke Arbeitnehmer simuliere, kann der Arbeitgeber eine Detektei einschalten, um einen gerichtsfesten Beweis über genesungs- oder gesundungswidriges Verhalten der Zielperson zu erhalten. Hier ist jedoch Vorsicht angebracht! Dringt im Falle einer unbegründeten Beschattung das Vorgehen der Firma ans Licht, ist der Ruf des Unternehmens schwerst geschädigt. Kunden wie Mitarbeiter schreckt solches Vorgehen ab. Somit empfiehlt es sich, lediglich bei offensichtlichem Verdacht, der nur noch des angesprochenen gerichtsfesten Beweises bedarf, auf einen Detektiv zurück zu greifen.

Auch bei dem DRINGENDEM Verdacht, ein Angestellter könne Schwarzarbeit betreiben, schalten Unternehmen Detekteien ein. Moralische Bedenken hin oder her – Schwarzarbeit ist und bleibt Betrug.

Hoffen auf Besserung

Schließlich kann ich festhalten, dass Betrug nie eine gute Idee ist. Angestellte, die ohne dringenden Verdacht überwacht wurden, ist es zu verdanken, dass der große Aufschrei in den Medien, Arbeitnehmer und Gewerkschaften für dieses Thema sensibilisiert hat. Dies sollte misstrauische Chefs abschrecken, grundlos gegen seine Mitarbeiter vorzugehen. Falls Ihr doch einmal in die unglückliche Lage geraten solltet, zu Unrecht überwacht worden zu sein: Polizei, Arbeitnehmerverbände und schlussendlich die Presse sind Eure Ansprechpartner. So könnt Ihr Euch künftig und andere vor ungerechter Behandlung durch Vorgesetzte schützen.

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