Sind Overhead-Projektoren (OHP) zeitgemäß?

13. August 2013 | Von | Kategorie: Blog, IT

Fast täglich ändert sich der Trend hinsichtlich der genutzten Medien und ausgeklügelten Hilfsmitteln, sei es wie früher im Schulunterricht, im Büro oder an einem Ort, an dem Präsentationen und professionelles Moderieren erforderlich sind. Hierbei fragt man sich natürlich, welche Medien nun zeitgemäß sind und welche nicht. Vor allem der Overhead-Projektor wird häufig schon abgeschrieben.

Was ist ein Overhead-Projektor (OHP) und welche Vorteile hat er?

Bei einem Overhead-Projektor (OHP) handelt es sich um ein Projektionsgerät, mit dem Tabellen, Grafiken, Texte etc. auf eine weiße Fläche projiziert werden. Als Trägermedium werden Transparentfolien benutzt, die beschrieben oder bedruckt werden können.

Der Overhead-Projektor ist wenn auch nicht mit einem Beamer vergleichbar verhältnismäßig leicht zu transportieren und somit flexibel aufstellbar. Eine weiße Leinwand ist nicht zwingend erforderlich – eine weiße oder zumindest helle Wand genügt bereits. Die Folien sind schnell und leicht beschriftbar und bedruckbar allerdings etwas kostspieliger in der Anschaffung.

Ein Vorteil dieser Folien ist, dass man sie während der Moderation mit einem Folienstift beschriften kann. So kann beispielsweise in Vorträgen, Seminaren oder Workshops ein Thema gemeinsam erarbeitet und gleichzeitig auf der Folie verschriftlicht werden. Bei der Verwendung eines Overhead-Projektor sollte man allerdings darauf achten, dass die Möglichkeit besteht, den Raum abzudunkeln. Andernfalls ist es oft zu hell und die Folien sind schlechter lesbar.

Auslaufmodell OHP und Beamer als moderne Alternative?

Das derzeitige Trendmedium Beamer droht dem Overhead-Projektor den Rang abzulaufen. Ein möglicher Grund hierfür ist beispielsweise, dass die Arbeit am Computer, sowie das Erstellen von Powerpoint-Präsentationen zum Alltag eines jeden Büros/Unternehmens gehört.

Während man beim Overhead-Projektor die Folien gegebenenfalls mehrmals drucken muss, bis sie gut sichtbar sind, entfällt diese Arbeit, sobald man sich dazu entschließt, einen Beamer zu verwenden. Auch die Aktualisierung einer elektronischen Präsentation für einen Beamer geht schneller und erfordert kein erneutes ausdrucken.

Der Nachteil des Overhead-Projektors gegenüber dem Beamer liegt darin, dass man mit dem Beamer problemlos Filme oder Animationen präsentieren kann. Dies ist beim Overhead-Projektor schlichtweg nicht möglich, da es sich beim Trägermedium um Folien handelt.

Der Preis

Die Anschaffung eines Overhead-Projektors ist deutlich günstiger, als die eines Beamers. So liegen die Anschaffungskosten für einen Overhead-Projektor meist etwa zwischen 150 und 300 € und sind somit wesentlich geringer, als die eines Beamers, der allerdings keine Folienkosten verusacht. Jedoch muss man sagen, dass es auch deutlich teurere Geräte gibt. Bei Conrad sieht man beispielsweise verschiedene Geräte, Funktionen und Preisklassen.

Beim Kauf sollte man unbedingt darauf achten, dass der Projektionsarm abklappbar ist und lieber ein paar Euro mehr drauf legen, wenn der Projektor häufig transportiert wird. Des Weiteren ist es von Vorteil, darauf zu achten, dass die Lampen sich leicht wechseln lassen.

FAZIT

Ob Overhead-Projektoren zeitgemäß sind, muss jeder für sich selbst entscheiden. Falls man Powerpoint-Präsentationen, Animationen, sowie Filme präsentieren möchte, ist der Overhead-Projektor eine nicht besonders glückliche Wahl.

Zum Präsentieren von Grafiken, Tabellen und Folien genügt der Overhead-Projektor vollkommen. Festzuhalten ist auf jeden Fall, dass sie in der Anschaffung deutlich günstiger sind als gute Beamer und in einer Vielzahl von Unternehmen standardmäßig vorhanden sind. Ich selbst habe sowohl einen Beamer als auch einen OHP und entscheide je nach Einzelfall, was sich besser eignet.

Gerade für Seminare oder Workshops sind die Vorteile von Overhead-Projektoren nicht zu unterschätzen.

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