Dienstreisen mit dem Auto steuerlich richtig absetzen

2. Oktober 2013 | Von | Kategorie: Blog, Dienstreisen

Viele Arbeitnehmer kommen immer wieder in die Lage, dass sie außerhalb ihrer regulären Arbeitsstätte dienstlich unterwegs sind. Dabei kommt der Firmenwagen oder das private Fahrzeug zum Einsatz. Zu einen der beliebtesten deutschen Dienstfahrzeuge zählt der Audi A4 und der VW Passat. Ob mit dem Leasingwagen vom Audi Zentrum Dresden oder dem Privatwagen, wer mit dem Pkw auf Dienstreise ist, hat dadurch Aufwendungen, die er im Rahmen seiner Einkommensteuererklärung geltend machen kann. Oft stellt sich jedoch die Frage, wie man Dienstreisen mit dem Auto steuerlich richtig absetzt.

Steuerliche Absetzung von Leasingraten

Selbstständige (Gewerbetreibende) können grundsätzlich die Leasingraten von der Steuer als „Geschäftsausgaben“ absetzen lassen. Dabei wird von der monatlichen Leasingrate 1 % des Listenneupreises abgezogen. Die Differenz ist dann von der Steuer absetzbar. Die Formel sieht wie folgt aus:

Steuerlich absetzbarer Betrag = Leasingrate/Monate – 1% vom Listenneupreis

Pkw-Kosten bei Dienstreisen als Werbungskosten

Die Kosten, die einem Arbeitnehmer bei einer Dienstreise entstehen, können als Werbungskosten von den Einnahmen aus nichtselbständiger Arbeit in Abzug gebracht werden. Dazu trägt man die Reisekosten in der Anlage N des amtlichen Vordrucks zur Einkommensteuererklärung ein.

Im aktuellen Vordruck für das Jahr 2012 erfasst man die entstandenen Kosten in Zeile 50 der Anlage N. Hat der Arbeitgeber die Auslagen ganz oder teilweise ersetzt, wird der Gesamtbetrag der erstatteten Ausgaben in Zeile 51 eingetragen.

Damit die Dienstreise als solche auch anerkannt wird, sollte übrigens unbedingt notiert werden wann, wo und zu welchem Zweck der private Pkw betrieblich genutzt wurde.

Ermittlung der Höhe der Werbungskosten mit der pauschalen Methode

Die einfachste Möglichkeit zur Ermittlung der Werbungskosten bei Dienstreisen mit dem Privat-Pkw ist die pauschale Methode. Hier wird schlicht die gefahrene Strecke als Berechnungsgrundlage herangezogen.

Es gilt die tatsächliche Strecke für die Hin- und Rückfahrt und nicht, wie bei der Berechnung der Kosten für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, die einfache Entfernung. Für jeden gefahrenen Kilometer können nun pauschal 0,30 Euro als Reisekosten angesetzt werden. Bei einer Fahrtstrecke von 100 Kilometern können also 30 Euro geltend gemacht werden.

Ermittlung der Werbungskosten mit dem Fahrtenbuch

Wer nur hin und wieder mit dem eigenen Pkw auf Dienstreise unterwegs ist, fährt mit der pauschalen Methode am besten. Für Vielfahrer kann sich die Fahrtenbuchmethode gegebenenfalls lohnen, auch wenn diese bedeutend aufwändiger ist.

Wer ein Fahrtenbuch führt, trägt hier jede Fahrt ein, ob privat oder dienstlich. Zum Jahresende werden die gefahrenen Kilometer zusammengezählt und auf private und betrieblich veranlasste Fahrten aufgeteilt. Die mit dem Pkw in Verbindung stehenden Kosten werden nun entsprechend verteilt, sodass der Steuerpflichtige die Möglichkeit hat, auch die tatsächlichen Kosten anzusetzen. Sollte die Fahrtenbuchmethode zu einem schlechteren Ergebnis führen, kann dennoch die pauschale Methode gewählt werden.

Werbung

Kommentare sind geschlossen