Einzelunternehmen als fexible Wirtschaftskraft in Österreich

14. April 2014 | Von | Kategorie: Blog

Einzelunternehmen besitzen in der österreichischen Wirtschaft einen hohen Stellenwert. Zu diesem Ergebnis kam die Wirtschaftskammer des Landes bereits im Jahr 2009. Die Studie der KMU Forschung Austria stellte die eindeutigen Vorteile dieser Unternehmensform dar und beleuchtete unter anderem die Vorteile, die bei der Führung eines EPU (Ein Personen Unternehmen) für zahlreiche Unternehmer im Vordergrund stehen.

Gründungsmotive – mehr als nur der Chef sein

Einer der wohl entscheidenden Gründungsfaktoren für Einzelunternehmen liegt in der Flexibilität der Unternehmensform. Als Einzelunternehmer kann man Entscheidungen nicht nur auf kurzem Wege treffen, sondern sie auch schneller umsetzen. Diese Tatsache macht die Unternehmensform unanfälliger gegenüber Krisen. Mehr als 30 000 Neugründungen im Bereich der Einzelunternehmen verzeichnet die Wirtschaftskammer in Österreich jährlich. Laut Statistik sind davon etwa 90 Prozent so gut gerüstet, dass sie nicht nur die Startphase meistern, sondern auch schwere wirtschaftliche Zeiten überstehen. Gerade in der Gründungsphase zehren Einzelunternehmen von der Arbeitskraft des Gründers und helfender Familienmitglieder. Dies erspart am Anfang nicht nur die zeitintensive Suche nach passenden Mitarbeitern, sondern auch Kapital, das an anderer Stelle investiert werden kann. Ein Hauptgrund für für die Gründung eines Unternehmens ist neben der wirtschaftlichen Unabhängigkeit die Tatsache, dass man als Inhaber auch sein eigener Chef ist. Weiterhin heißt es in der Studie „Wissen. Wirtschaft. Wachstum“ dazu:

„Je nach Ausgangssituation sind es entweder der Wunsch nach Selbstständigkeit oder die Verwertung der eigenen Idee bzw. die Erschließung einer Marktchance, die die Perspektive des Unternehmertums begünstigen.“

Die Studie selbst wurde von der WKO in Auftrag gegeben und von der Johannes-Kepler-Universität wissenschaftlich begleitet. Unter anderem beleuchtete die Studie österreichische Neugründungen im allgemeinen. Hierbei wurde positiv herausgestellt, dass der Anteil der Frauen unter den Gründern stetig anwächst und in Gesamtösterreich im Jahr bei 43,5 Prozent lag.

Der Chef als Allroundtalent

Flexibilität wird aber auch von Neugründern und vor allem Einzelunternehmern erwartet. Gerade in Unternehmen, die eine umfassende unternehmerische Tätigkeit ausüben, werden vom Chef ebenso umfassende Kompetenzen erwartet. Er entwickelt die Ideen und zeichnet für die Umsetzung verantwortlich. Bei Bedarf muss er passendes Personal nicht nur auswählen können, sondern es teilweise auch praktisch einweisen und betreuen. Besonders wichtig ist es für Unternehmen, die Wirtschaftlichkeit im Auge zu behalten. Regelmäßige Buchungen aller Einnahmen und Ausgaben, Steuerabrechnungen und die Verwaltung passiver und aktiver Finanzen spielen eine wesentliche Rolle im Unternehmensalltag. Neben der Möglichkeit einen Steuerberater zu beauftragen, nutzen Unternehmen gern Fakturierungssoftware einer neuen Generation für den Bereich der Buchhaltung. Um vor allem in stressigen Zeiten dabei nicht den Überblick zu verlieren und auch optimal arbeiten zu können, besitzt der Chef von heute deshalb Kenntnisse in der Anwendung moderner Computersoftware. Aber auch Führungsstärke und vor allem Verhandlungsgeschick gehören zum täglichen Alltag des Unternehmers.

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