Berufliche Zukunft sichern – nebenberufliche Weiterbildungen mit der Bildungsprämie

8. Mai 2014 | Von | Kategorie: Blog

Berufliche Weiterbildung sollte nicht nur dann zur Debatte stehen, wenn man aufgrund eines Jobverlustes generell über eine Neuorientierung nachdenkt. Fit für den Job zu sein, bedeutet heute mehr denn je, aktuelle Neuerungen und technische Innovationen innerhalb seines Tätigkeitsfeldes nicht nur zu kennen, sondern auch zu beherrschen. Vor allem für Mitarbeiter in modernen Büros ist es unerlässlich, einmal erworbenes Wissen und spezielle Fachkenntnisse stetig auf dem neusten Stand zu halten.

Für betriebliche Weiterbildungen zahlt generell der Chef

Nebenberufliche Weiterbildungen für Büromitarbeiter erfolgen entweder auf persönlichem Wunsch oder im Interesse des Unternehmens. Schickt der Chef Sie zur Weiterbildung, so kommt er in der Regel auch für den Verdienstausfall und die Kosten der Weiterbildungsmaßnahme auf. Das heißt, er zahlt dem Mitarbeiter nicht nur die Kosten des Lehrgangs, sondern leistet für die anfallende Weiterbildungszeit auch die Lohnfortzahlung. Nicht selten sind kleinere und mittlere Unternehmen allerdings nicht in der Lage, diese Kosten zu tragen. Sie haben dann unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit der finanziellen Unterstützung durch die Arbeitsagentur.

Weiterbildung in Eigeninitiative – Bildungsprämie macht es möglich

Sie möchten sich nebenberuflich weiterbilden und Ihr Chef zahlt die Weiterbildungsmaßnahme nicht? In den Fällen, in denen Arbeitnehmer ihre Weiterbildung auf eigene Kosten finanzieren, kann die Bildungsprämie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung helfen, einen Teil der Kosten abzudecken. Das Programm, das in diesem Jahr in seine dritte Phase gehen wird, will berufliche Qualifizierungen attraktiv und lohnenswert gestalten. Ziel ist es, mehr Menschen als bisher für Bildungsmaßnahmen zu gewinnen. Hiermit soll die Wettbewerbsfähigkeit einzelner Arbeitnehmer innerhalb der Unternehmen erhöht und langfristige Beschäftigung gesichert werden. Grundlegend besteht die Bildungsprämie aus zwei Komponenten.

Zum einen besteht die Möglichkeit der Förderung mittels Prämiengutschein. Diese Möglichkeit setzt voraus, dass die Bildungseinrichtung bereit ist, diesen als Finanzierungsmöglichkeit anzunehmen. Bildungsträger wie die WBS Berufsfachschulen erteilen Interessenten bereits in ihrem Onlineauftritt Auskunft und sind bei der Beantragung entsprechender Gutscheine behilflich. Mit dem Bildungsprämiengutschein können jährlich bis zu 50 Prozent der Weiterbildungskosten finanziert werden. Die maximale Höhe des Gutscheins beträgt 500,- Euro. Die Bildungsprämie in Form einer anteiligen Kostenübernahme wird an Arbeitnehmer unter folgenden Bedingungen vergeben:

  • der Arbeitnehmer muss das 25. Lebensjahr vollendet haben
  • die Weiterbildung darf einen Rechnungspreis von maximal 1000 Euro nicht überschreiten
  • der Arbeitnehmer muss wöchentlich mindestens 15 Stunden erwerbstätig sein
  • das steuerpflichtige Jahreseinkommen darf 20.000 Euro im Jahr nicht überschreiten (verh. 40.000 Euro)

Alternativ besteht die Möglichkeit des Weiterbildungssparens. Hierbei erlaubt das Vermögensbildungsgesetz ausdrücklich eine vorzeitige Entnahme aus dem Guthaben zur Finanzierung von Weiterbildungsmaßnahmen. Dies setzt voraus, dass der Arbeitnehmer über Guthaben verfügt, welches mittels Arbeitnehmer Sparzulage gefördert wird. Die wesentlichen Vorteile sind:

  • einkommensunabhängige Finanzierung
  • koppelbar mit dem Bildungsgutschein
  • oder unabhängig nutzbar

Mit der Kopplung beider Fördermöglichkeiten können Arbeitnehmer die kompletten Weiterbildungskosten finanzieren.

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