Schreiben im Job: Tipps für gutes Deutsch

30. September 2015 | Von | Kategorie: Blog, Korrespondenz

Auch wenn die Kommunikation heutzutage meistens per E-Mail abläuft – geschrieben wird nach wie vor viel in deutschen Büros. Eine klare Sprache und eine treffende Wortwahl sind dabei die Grundvoraussetzungen, damit die Botschaft ihr Ziel erreicht. Im Folgenden ein Überblick über die beiden wichtigsten Stilregeln für gutes und verständliches Deutsch.

Unnötige Adjektive vermeiden

Ob Angebot, Mahnung oder Einladung zur nächsten Messe – ein Text ist gelungen, wenn der Empfänger ihn bis zum Ende liest und schließlich auch versteht. In der modernen Bürokommunikation spielt gutes Deutsch daher eine wichtige Rolle. So bieten Volkshochschulen oder Fernschulen wie die SGD Kurse an, die einen sicheren Umgang mit der deutschen Sprache vermitteln. Oft entsprechen nämlich die Lerninhalte aus dem Deutschunterricht nicht mehr dem neuesten Verständnis von einer attraktiven Ausdrucksweise.

Wer in der Schule seinen Aufsatz über den Badeausflug mit möglichst vielen Adjektiven ausschmückte, bekam ein Lob vom Deutschlehrer für die blumige Sprache. Dabei entpuppen sich viele Adjektive bei näherem Betrachten als überflüssig, denn sie tragen nicht zum Verständnis bei. Ein gutes Beispiel ist der „weiße Schimmel“. In diesem Fall ist die Information, dass ein Schimmel weiß ist, unnötig – zumindest für jeden, dem die Bedeutung des Wortes „Schimmel“ geläufig ist. Also sollten Adjektive nur dann eingesetzt werden, wenn sie eine zusätzliche, notwendige oder verstärkende Funktion übernehmen.

Verbal- statt Nominalstil

Gerade im hektischen Büroalltag gilt es, eine einfache und klare Sprache zu verwenden. Der Nominalstil dagegen macht einen Text kompliziert und schwer verständlich. Statt aktiver Verben werden dabei viele Substantive verwendet, gerne mit den Endungen „-ung“, „-heit“ und „-keit“. Diese Nominalkonstruktionen findet man oft in der Verwaltung, wo das sogenannte „Beamtendeutsch“ das Verständnis des Textes erheblich erschwert.

Viel einfacher zu verstehen ist ein Sprachstil, der starke Verben bevorzugt. Die Substantive lassen sich nämlich oft durch den Verbalstil ersetzen. Hier zwei Beispiele, wie sich der Nominalstil am besten vermeiden lässt:

  • Nomen durch Verb ersetzen: „die Möglichkeit, ein Haus zu kaufen“ statt „die Möglichkeit des Hauskaufs“
  • Nebensatz verwenden: „Sie erwartete, dass der Mitarbeiter am Seminar teilnimmt.“ statt „Sie erwartete die Teilnahme des Mitarbeiters am Seminar.“
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