Gewerbekredite – worauf muss man achten?

20. November 2015 | Von | Kategorie: Blog

(Fast) Jeder Unternehmer oder Gewerbetreibende wird wohl mindestens einmal während seiner Tätigkeit an den Punkt kommen, an dem er finanzielle Unterstützung von außen, etwa in Form eines Gewerbekredits, benötigt – und sei es, dass er kurzfristige monetäre Engpässe oder Ausgaben für notwendige Investitionen decken muss. Ebenso kann er den Kredit nutzen, um bei größeren Bestellungen bestimmte Skontovorteile bei Lieferanten in Anspruch zu nehmen.

Um den richtigen und günstigsten, aber vor allem auf seine eigenen Bedürfnisse zugeschnittenen Gewerbekredit zu finden, lohnt es sich, die Konditionen verschiedener Banken zu vergleichen. Dazu finden sich im Internet einige Vergleichsportale, die eine gute Übersicht bieten und die lohnendsten Angebote auf einen Blick zeigen.

Unterschiede zum Privatkredit

Da Unternehmer und Gewerbetreibende in der Regel höhere Summen benötigen als Privatleute, ist der Kreditrahmen beim Gewerbekredit dementsprechend höher. Ein wesentlicher Unterschied zwischen den beiden Kreditformen ist zudem, dass der Unternehmer die Möglichkeit hat, den ganzen oder zumindest einen Teil des Restbetrages schon vor Ende der Kreditlaufzeit zu tilgen, ohne dass weitere Kosten entstehen. Wenn es die wirtschaftliche Lage erlaubt, sollte immer vorzeitig gezahlt werden, da es so zu einer Verringerung der zu zahlenden Zinsen kommt. Ebenso kann sich die frühe Rückzahlung auf eine eventuelle, neuerliche Antragstellung positiv auswirken. Was unbedingt vor Abschluss des Kreditvertrages beachtet werden sollte, ist, dass bei Gewerbekrediten keine Verpflichtung der Bank zur Angabe der Effektivzinsen besteht. So wird der Kreditnehmer oft nur über den Nominalzinssatz informiert. Daher sollte der Unternehmer vor Unterzeichnung des Vertrags die Angabe der entsprechenden Werte von der Bank verlangen.

Erfordernisse für die Antragsbewilligung

Wie bei jedem anderen Kredit sind auch beim Gewerbekredit gewisse Voraussetzungen für dessen Bewilligung zu erfüllen. Eine Grundvoraussetzung ist naturgemäß die positive Bonität des Antragstellers. Ebenso hat der Gewerbetreibende eine aktuelle Bilanz sowie einen Einkommenssteuerbescheid vorzulegen. Ist der Kredit für eine natürliche Person gedacht, benötigt die Bank auch eine Gewinn- und Verlustrechnung. Bei Start-up-Unternehmen kann es zudem vorkommen, dass der kreditgebenden Bank der Businessplan zur Einsichtnahme vorlegt werden muss. Abschließend ist eine Selbstauskunft abzugeben. Hierbei handelt es sich um ein von der Bank ausgegebenes Formular, das neben genauen Angaben über die Person des Antragstellers und dessen monatliche Einkommensverhältnisse auch solche über sein Vermögen und seine Verbindlichkeiten macht.

Die üblichen Kreditmodelle

Zwar praktizieren Banken unterschiedliche Politiken hinsichtlich ihrer Kreditmodelle und deren Modalitäten, doch haben sich Einmal- sowie Rahmenkredite in der Praxis durchgesetzt. Eine bekannte Form der Gewerbekredite sind zudem die Kontokorrentkredite. Welcher Form der Anleihe nun für den jeweiligen Unternehmer die Passende ist, wird in einem ausgiebigen Beratungsgespräch mit dem Bankberater eruiert.

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