Warum Werbegeschenke sinnvoll sind? Welche Regelungen gibt es?

6. April 2016 | Von | Kategorie: Blog

Der Einsatz von Werbegeschenken ist in der Wirtschaft beliebt und umstritten. Einige Unternehmer und Kundenberater lehnen dies völlig ab, andere machen ihren Geschäftspartnern gerne eine kleine Freude, nicht ohne die Zweckmäßigkeit für das eigene Unternehmen zu erwägen. Wirkungsvoller als die Auswahl eines Werbeartikels sind Rahmen und Art der Vergabe.

Welche Werbegeschenke sind sinnvoll, welche verfehlen ihren Nutzen?

Seit Jahrzehnten eine feste Größe im Werbeartikelmarkt und in seiner Wirkung unerreichbar ist der Werbeartikel Kugelschreiber. In Unternehmensfarbe, mit Logo und Kontaktdaten versehen, verselbstständigt sich dieses unscheinbare Schreibgerät als echter Werbeprofi. Begründung: Der Kugelschreiber befindet sich permanent im Einsatz, ob im Büro des Beschenkten oder unterwegs, wenn er etwas notieren muss. Der Nutzer selbst wird bei Gebrauch stets an seinen Geschäftspartner erinnert und denkt möglicherweise an weitere Auftragsvergaben. Der Kugelschreiber lässt sich leicht verschenken, passt in die normale Post und in jede Tasche. Weitere Kunden könnten durch die öffentliche Verwendung folgen. Eine gute Flasche Wein, gute Schokolade, die Kekse zu Weihnachten, ein bedrucktes T-Shirt oder vor allem ein kleines persönliches Souvenir wecken positive Assoziationen. Noch mehr erfreut es den interessierten Kunden, wenn er eine kleine Gabe aus der firmeneigenen Produktion als Werbebonbon erhält.

Beispiel: Wer einen Neuwagen kaufen möchte, wird sich über ein kleines Modellfahrzeug seiner bevorzugten Automarke mehr freuen als über ein Ledermäppchen oder eine Flasche Sekt. Damit beweist der Unternehmer einem möglichen Kunden die Wertschätzung seiner Interessen.

Der wirkungsvolle Einsatz von Werbegeschenken

Damit das Unternehmen oder die Einzelperson und deren unternehmerischer Service beim beworbenen Kunden in Erinnerung bleiben, spielt der angemessene Zeitpunkt der Übergabe eines Werbegeschenkes eine Rolle. Während eines angenehm verlaufenden Gespräches, einem Geschäftsessen verbindet der Werbeartikelnehmer den Werbeartikel nicht nur mit gutem Kundenservice, sondern erinnert sich gern an die Zusammenkunft. Dies kann sich positiv auf Geschäftsabschlüsse auswirken. Das Ledermäppchen oder die Streichholzschachtel auf einer Großveranstaltung wie Messen in die Hand gedrückt gehen aufgrund der Reizüberflutung oftmals unter. Besonders wird sich ein Bestandskunde freuen, wenn ein Geschäftsabschluss bereits getätigt wurde, die Geschäfte gut laufen und man sich für die gute Geschäftsbeziehung mit einem kleinen unaufdringlichen Präsent bedankt. Dies darf dann auch eine persönlichere Note haben, wie der Gutschein für ein Hobby.

Gesetzliche und ethische Grundsätze zur Verwendung von Werbegeschenken

Die von Finanzämtern definierte monetäre Grenze für Werbegeschenke liegt bei Euro 35,00. Andernfalls können diese nicht mehr als Betriebsausgaben abgesetzt werden. Jedoch spielt auch das Motiv des Schenkenden eine Rolle und der Beschenkte darf sich nicht genötigt fühlen, einen Vertragsabschluss zu tätigen. Damit wäre bereits eine Grauzone in Richtung Korruption erreicht, was allein aus ethischen Gesichtspunkten inakzeptabel ist. Korruption ist es dann, wenn beide Partner im Austausch einen Vorteil erlangen. Immer wieder stehen Karten für Fußballspiele in der Kritik. Darüber hinaus rücken zu großspurige Werbegeschenke den Schenkenden in eine schlechte Position, der damit seinem Ziel der Kundengewinnung entgegenwirkt. Arbeitnehmer dürfen Kleinstgeschenke von zufriedenen Vertragspartnern mit Einverständnis ihres Arbeitgebers annehmen. Beispiel: Wenn der Inhaber eines Reisebüros der Sekretärin eines Unternehmens aufgrund ihrer Dienstreisebuchungen Pralinen schenkt, darf sie sich freuen. Mit einem kostenlosen Wellnesswochenende wäre dagegen eine Grenze überschritten.

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