Berufsbild Kaufmann/-frau für Büromanagement und die Weiterbildungsmöglichkeiten

4. Juli 2016 | Von | Kategorie: Blog

Der Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau für Büromanagement ist einer der modernsten Deutschlands, wurde er doch erst 2014 geschaffen. Die Arbeit ist vielfältig und spannend, ermöglicht eine individuelle Schwerpunktsetzung nach den eigenen Fähigkeiten und erlaubt zahlreiche spannende Weiterbildungen, mit denen Sie auf der Karriereleiter weiter nach oben klettern können.

Das umfasst der Beruf

Als Kaufmann/-frau für Büromanagement müssen Sie vor allem Organisationstalent haben und den Überblick bewahren können. Planung, Kommunikation, Organisation, Schriftverkehr und Buchhaltung sind nur einige der Aufgaben, mit denen Sie sich auseinandersetzen. Sie beantworten das Telefon, sortieren die Post und übernehmen auch hier die Antworten, vereinbaren Termine, planen Geschäftsreisen und schreiben Rechnungen.

Sie protokollieren bei Konferenzen, empfangen Kunden und Besucher. Außerdem obliegt es Ihnen, die Bestände der Büromaterialien im Auge zu behalten und gegebenenfalls aufzustocken. Diese Vielfalt an Aufgaben kommt vor allem deshalb zustande, weil der neue Beruf Kaufmann/-frau für Büromanagement im Jahr 2014 zusammengefasst wurde aus dem Beruf des Bürokaufmanns, aus dem des Fachangestellten für Bürokommunikation und dem des Kaufmanns für Bürokommunikation.

Zahlreiche spannende Arbeitsmöglichkeiten

Als Kaufmann/-frau für Büromanagement sind Sie umfassend geschult und können in Unternehmen jeder Größe eine Stelle finden. Ganz egal, ob es sich um ein kleines beziehungsweise mittelständisches Unternehmen oder um ein Großkonzern handelt: Ihre Fähigkeiten in der Organisation und Planung werden überall gesucht. Es muss auch nicht unbedingt ein Unternehmen sein, denn auch Krankenhäuser, Verbände und Organisationen suchen Fachkräfte mit Ihren Fähigkeiten. Auch in Bildungseinrichtungen oder in der öffentlichen Verwaltung können Sie sich nach passenden Stellen umschauen.

Weiterbildungsmöglichkeiten öffnen neue Türen

Als Kaufmann/-frau für Bürokommunikation sammeln Sie zunächst etwas Arbeitserfahrung. Danach eröffnen sich Ihnen vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten. Je nachdem, in welchem Bereich Sie sich hervortun, welche Fachkräfte Ihr Arbeitgeber benötigt und was Sie besonders interessiert, können Sie sich weiterbilden, um mehr Verantwortung zu übernehmen und zum Beispiel eine Führungsposition zu erreichen. Weiterbildungen können berufsbegleitend oder in Vollzeit stattfinden. Was davon für Sie infrage kommt, sollten Sie mit Ihrem Arbeitgeber absprechen. Manche Chefs stellen ihre Mitarbeiter für die benötigte Zeit sogar frei.

Welche Weiterbildungsangebote Sie wahrnehmen können, hängt außerdem auch von Ihren Qualifikationen ab. Sie haben beispielsweise die Wahl zwischen einer Weiterbildung:

  • zum/zur Fachkaufmann/-frau
  • zum/zur Fachwirt/in
  • zum/zur Betriebswirt/in

oder Sie schlagen den Weg zum Bilanzbuchhalter ein. Der Verlag Kiehl bietet zu jeder Weiterbildungsmöglichkeit passende Prüfungsbücher und Zeitschriften zur Vorbereitung und Vertiefung der Lerninhalte.

Der nächste Schritt

Sie können nach der abgeschlossenen Ausbildung beispielsweise die berufsbegleitende Weiterbildung zum Fachkaufmann bzw. zur Fachkauffrau beginnen. Diese dauert etwa zwei Jahre. Den Schwerpunkt legen Sie auf einen Bereich, in dem Sie gern arbeiten und in dem Sie Ihre Fähigkeiten vertiefen möchten. Das kann zum Beispiel das Personalwesen sein, wenn Sie sich gern um Mitarbeiterfragen kümmern, Vorstellungsgespräche führen, Urlaubsanträge bearbeiten, Fortbildungen organisieren und vieles mehr. Liegen Ihnen Zahlen mehr, können Sie sich hingegen zum Bilanzbuchhalter weiterbilden lassen.

Sind es nicht nur die Zahlen, sondern das große Ganze, das Sie anspricht, und erkennen Sie mit professionellem Blick die Zusammenhänge im Unternehmen, ist eher Controlling der Bereich, in dem Sie sich hervortun können. Als Organisations- und Planungstalent, das ein Faible für Listen und Computerarbeit hat, sind Sie hingegen im Einkauf und der Logistik besonders gut aufgehoben. Und wenn Sie mit Ihren Einfällen andere zum Lachen oder Aufmerken bringen und theoretisch sogar Sand in der Wüste an den Mann bringen könnten, sind Marketing beziehungsweise Werbung und Kommunikation die idealen Vertiefungsbereiche.

Fachwirt nach dem Fachkaufmann

Als Fachkaufmann/-frau bekommen Sie häufig schon mehr Verantwortung, einen spezialisierteren Aufgabenbereich oder Personalverantwortung übertragen. Auch können Sie sich zum Ausbilder qualifizieren. Häufig genug geht das mit einer Gehaltserhöhung einher. Wer sich aber auf dieser Stufe noch nicht ausruhen möchte, kann nach einigen Jahren Berufserfahrung die Weiterbildung zum Fachwirt beginnen.

Als Fachwirt werden Sie im Unternehmen häufig im mittleren Management eingesetzt und haben so einen deutlich größeren, administrativen Aufgabenbereich. Das Gehalt steigt spürbar an, und auch die Wertschätzung innerhalb des Unternehmens verändert sich zumeist zum Positiven. Die Weiterbildung führt also fast immer zu einer beruflichen Verbesserung und trägt dazu bei, den Arbeitsplatz zu sichern: Gute Fachkräfte müssen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten meist nicht um ihren Job bangen.

Studium mit und ohne entsprechenden Schulabschluss

Möchten Sie sich zum Betriebswirt weiterbilden, können Sie damit auch die oberen Führungsriegen im Unternehmen erreichen. Die Weiterbildung oder das Studium sind entweder berufsbegleitend (in der Abendschule oder mittels Fernstudium) oder in Vollzeit möglich. Sie entscheiden sich für Ihren Schwerpunkt, wählen also Personalwesen, Rechnungswesen, Marketing und Vertrieb, Finanzmanagement, Logistik, Produktion oder Informatik.

Das Aufgabenfeld umfasst nun vor allem administrative und theoretische Arbeiten. Sie organisieren, verteilen, planen und kümmern sich um das große Ganze. Haben Sie einige Jahre Arbeitserfahrung und erbringen Sie die entsprechende Leistung, können Sie an manchen Bildungseinrichtungen auch ohne schulisch erworbene Hochschulzugangsberechtigung ein Studium absolvieren und Betriebswirt/in werden.

 

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer führt in einer Liste ausführlich auf, welche Fortbildungsprüfungen derzeit angeboten werden – hier geht’s zur Übersicht.

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