Störfaktor Netz – Wie Internet und Smartphone den Arbeitsalltag beeinflussen

17. November 2016 | Von | Kategorie: Blog, Zeitmanagement

E-Mails, soziale Plattformen und Textnachrichten. Das Internet ist omnipräsent und auch am Arbeitsplatz wartet das Smartphone mit permanenten Nachrichten. Es piept, vibriert oder popt auf und schon geht der Blick weg vom eigentlichen Tun hin zum Smartphone. Die Neugier gesellt sich zu dem Gefühl, etwas zu verpassen. Es gibt zahlreiche Störfaktoren im heutigen Arbeitsumfeld und die mobile Kommunikation wirkt sich nicht nur negativ auf Konzentration sowie die Arbeitsleistung aus. Überall sind Menschen erreichbar und geraten oft unbemerkt in Stresssituationen, die vermeidbar sind. Dieser Artikel liefert interessante Informationen über die Welt der allgegenwärtigen Smartphone-Kommunikation und zeigt, wie einfach es sein kann, gegen den Mainstream zu schwimmen und sich auf das zu konzentrieren, was wichtig ist.

Produktiver ohne Smartphone

Arbeitgeber haben schon lange vermutet, dass sich Smartphone, Handy und Co. negativ auf die Konzentration und somit auf die Produktivität auswirken. Eine Untersuchung der Universität Lüneburg und Forschern aus Trier und Vechta bestätigt, dass Mitarbeiter zehn Prozent leistungsfähiger sind, wenn Smartphone und Handy vom Arbeitsplatz verwiesen werden. Über 99 Prozent der befragten Teilnehmer gaben weiter zu, dass die Nutzung von Smartphones von der Arbeit ablenkt. Unterbrechungen durch eine Nachricht, eine private E-Mail oder einen Anruf sind immer damit verbunden, dass die Aufmerksamkeit von der Arbeit weg und hin zum jeweiligen Medium geht. Nicht nur das Lesen oder Beantworten von Nachrichten via Smartphone lenkt ab und kostet Zeit. Inhalte schwirren im Kopf und Gedanken kreisen. Am Ende eines Arbeitstages steht häufig Stress, der selbst verschuldet und einfach zu vermeiden ist. Die Flut von Reizen und Informationen, die durch den technologischen Fortschritt auf Menschen einwirkt, ist groß. Einige Chefs plädieren deshalb für ein Smartphone-Verbot während der Arbeitszeit und wünschen, dass private E-Mails weder eingehen, noch gesendet werden. Es muss aber nicht immer das kategorische Verbot sein. Smartphones können auch – beispielsweise in individuellen Handyhüllen verpackt – an einem Ort im Büro untergebracht und nur in den Pausen zugänglich gemacht werden. Dadurch schützt der Smartphone Zubehör das Gerät und hilft, das eigene Modell schnell zu finden, wenn die Pause ansteht. In einem extremen Beispiel hat ein US-amerikanischer Arbeitgeber die tägliche Arbeitszeit auf 5 Stunden reduziert, verbietet im Gegenzug aber jedwede Ablenkungen. Das Resultat ist eine konzentriertere, produktivere Belegschaft, die gleichzeitig zufriedener in den Feierabend geht.

Allzeit bereit und nicht dabei

Überall sind sie zu sehen und kaum ein Straßenbild kommt ohne sie aus. Die Generation Smartphone besteht längst nicht mehr aus jungen Hipstern, deren Modell als Statussymbol dient. Während man durch die Fußgängerzone geht, blickt man gespannt auf das Display, tippt Nachrichten, checkt E-Mails oder telefoniert. Statt miteinander zu reden, das Gegenüber wahrzunehmen, sitzen Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln und kommunizieren via Display und nutzen Handyzubehör. Nicht nur der direkte Kontakt leidet darunter. Unfälle werden provoziert, weil der Mensch abgelenkt ist durch das medial geprägte Umfeld. Es ist dabei erwiesen, dass Multitasking nicht möglich ist und Frustration sowie Stress verursacht. Warum? Weil der Mensch nur eine Sache konzentriert erledigen kann und das menschliche Gehirn nicht darauf ausgerichtet ist, mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen. Eine Sache leidet immer. Am Ende eines Tages steht das Gefühl, nichts vollständig gemacht zu haben. Dabei ist es leicht, sich vor der Informations- und Nachrichtenflut zu schützen. Smartphone Zubehör und Handyzubehör wie Handyhüllen oder Kopfhörer können als nützliches Schutzschild dienen. Ist das Smartphone sicher verpackt, kann es auch ein paar Stunden in der Tasche schlummern.

Bewusste Auszeiten nehmen

Auszeiten sollten alle Menschen genießen. Dazu zählt auch, dass Smartphone und Handy ausgeschaltet sind. Am Arbeitsplatz sollten die Geräte keinen Platz finden. Falls etwas Wichtiges passiert, gibt es immer noch das alte Festnetztelefon, mit dem Nachrichten übermittelt werden. Statt ständig im Auto, der Bahn, im Bus oder auf der Couch nach dem Smartphone zu greifen, sollte man sich nur auf das konzentrieren, was man gerade tut. Das nimmt den Druck und senkt den Stress. Im privaten Bereich sollte man klare Grenzen ziehen und sich bewusst erlauben, nicht erreichbar zu sein. Ebenso wie die ständige Erreichbarkeit ein Trend wurde, kann die bewusste Unerreichbarkeit ein Trend werden. Auszeiten bedeuten ein partielles „Aus“ für mobile Endgeräte. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und wird schnell das Piepen, Klingeln oder Vibrieren vergessen, das lange Zeit das eigene Leben bestimmt hat. Der technologische Fortschritt ist gut und wichtig. Keinesfalls soll er aus dem Leben verbannt werden. Nur die Dosierung sollte sich ändern, denn das funktioniert bereits dort wunderbar, wo Handy oder Smartphone noch nie einen Zugang hatten. In Krankenhäusern akzeptiert nahezu jeder das Verbot und keiner leidet unter der momentanen Unerreichbarkeit.

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