Der Sicherheitsbeauftragte im Unternehmen

30. November 2016 | Von | Kategorie: Blog

In Zeiten, in denen viele jungen Unternehmen aus dem Boden sprießen, entstehen auch immer mehr Probleme und Schwierigkeiten, von denen Firmeninhaber nicht selten erst dann erfahren, wenn es bereits zu spät ist. Viele Firmen verfügen mangels Wissen daher über keinen ausgebildeten Sicherheitsbeauftragten und gehen somit große Risiken ein. Einerseits fehlt fachkundiges Personal, welches Gefahren frühzeitig erkennt und im Notfall helfen kann, andererseits können drastische Strafen drohen, da das Gesetz für bestimmte Unternehmen Sicherheitsbeauftragte vorschreibt. Diese Regelung trifft auf alle Unternehmen zu, die an ihrem Standort regelmäßig mehr als 20 Angestellte beschäftigen.

Welche Aufgaben hat ein Sicherheitsbeauftragter?

Das Aufgabenfeld von Sicherheitsbeauftragten in Unternehmen ist vielfältig. So gilt er als Berater und Helfer in sämtlichen sicherheitsrelevanten Fragen. Primär richtet sich das Aufgabenfeld danach, Arbeitsunfälle sowie Krankheiten, die durch unsachgemäße Handhabung von Maschinen oder Arbeitsstoffen entstehen können, zu verhindern. Dazu zählt unter anderem die Kontrolle über die Zustände der Schutzeinrichtungen sowie deren ordnungsgemäße Benutzung und das Anlernen neuer Mitarbeiter bezüglich des sicheren und korrekten Umgangs mit den Arbeitsmaschinen und den Werkstoffen. Darüber hinaus sollte er so geschult sein, dass er Mängel und Sicherheitsrisiken als erster erkennt und entsprechende Maßnahmen einleitet. Zusätzlich dient der Sicherheitsbeauftragte als Ansprechpartner für seine Kollegen bei Fragen bezüglich des Arbeitsschutzes sowie sicherheitsrelevanter Fragen. Weitere Informationen rund um die Sicherheitsbeauftragter Schulung sowie die Weiterbildung finden Sie beispielsweise bei der Dekra Akademie.

Grundsätzlich gilt jedoch zu beachten, dass der Sicherheitsbeauftragte im Unternehmen keinerlei Weisungsbefugnis gegenüber seinen Kollegen besitzt und grundsätzlich mit ihnen gleichgestellt ist. Weiterhin sind Sicherheitsbeauftragte auf Basis eines Ehrenamtes und nicht hauptamtlich für die sicherheitsrelevanten Belange zuständig. Auch sollten sich Arbeitnehmer in der Rolle des Sicherheitsbeauftragten darüber bewusst sein, dass der Arbeitgeber gesetzlich dazu verpflichtet ist, ihnen genügend Zeit einzuräumen, ihren Aufgaben und Pflichten während der regulären Arbeitszeit nachkommen zu können. Sofern der Unfallversicherungsträger der Firma dies erwünscht oder gar anordnet, ist das Unternehmen dazu verpflichtet, das zuständige Sicherheitspersonal für Aus- sowie Fortbildungsmaßnahmen freizustellen und die Teilnahme sicherzustellen.

Wie verläuft die Schulung zum Sicherheitsbeauftragten?

Viele Anbieter von Sicherheitsschulungen setzen heutzutage verstärkt darauf, den zu Schulenden möglichst wenig zu belasten. Daher kann die Schulung parallel zur Arbeit oder gar von der Arbeit aus in Teilen mithilfe von web-basierten Lehrmitteln erfolgen. Somit obliegt die Zeiteinteilung größtenteils dem zu Schulenden selbst, wodurch er im beruflichen Alltag nicht zusätzlich unter Druck gerät. Zur Prüfung und Weiterbildung werden darüber hinaus Präsenzveranstaltungen angeboten, die jedoch für die Teilnehmer der Schulung verbindlich sind.

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