Warum eine Berufsunfähigkeitsversicherung auch bei Bürojobs wichtig ist

28. September 2018 | Von | Kategorie: Personal

Bei dem Begriff Berufsunfähigkeit denken viele sofort an sehr schwere Erkrankungen wie eine Querschnittlähmung, Blindheit oder ähnliches. Oder aber sie gehen davon aus, dass es sich um weniger schwere Krankheiten handelt, dafür aber vor allem Berufsgruppen im Handwerk, auf dem Bau oder im Sportbereich betrifft. Schließlich haben diese Jobs ja mit viel aktiver Bewegung zu tun. Das ist jedoch ganz klar ein Trugschluss. Jeder vierte Deutsche wird vor seinem eigentlichen Renteneinstieg berufsunfähig. Gleichzeitig arbeiten mehr als 40 Prozent der Deutschen in einem Bürojob. Allein diese Zahlen legen die Vermutung nahe, dass auch Schreibtischarbeit von einer Berufsunfähigkeit betroffen sein kann. Weitere Erkenntnisse sprechen ebenfalls dafür.

Durchaus auch Auslöser

Definitiv können also Menschen, deren Tätigkeit sich auf die Schreibtischarbeit beschränkt, betroffen sein. Zwar ist es natürlich vorstellbar, dass jemand im Rollstuhl diese Tätigkeit ausübt, sind jedoch zum Beispiel Hände, Arme, Rücken oder die Sehkraft beeinträchtigt, sieht das schnell ganz anders aus. Gleichzeitig kann die Arbeit im Büro aber auch Auslöser für viele schwere Erkrankungen sein. Dazu zählen unter anderem:

  • Bandscheibenschäden
  • Rücken- oder Nackenschmerzen
  • Depressionen
  • Burnout
  • Migräne

Angestellte in Großraumbüros sind besonders häufig betroffen. Hier kommt zu den stressbedingten Krankheitsbildern, die durch starken Termindruck, Konkurrenzverhalten und Anspruch auf Perfektion ausgelöst werden, noch ein hoher Lärmpegel hinzu, der diese Symptome oft verstärkt.

Gesetzlicher Schutz allein genügt nicht

Es ist also grundsätzlich absolut empfehlenswert, sich für den Abschluss einer BU zu entscheiden oder sich mit diesem Thema zumindest rechtzeitig auseinanderzusetzen. Generell sollte man im Abstand von ca. zwei Jahren sein Versicherungsprofil immer mal checken oder professionell überprüfen lassen, um es gegebenenfalls neuen Umständen anzupassen. Neben der Haftpflichtversicherung ist dies auch gerade für Freiberufler oder selbstständige Unternehmer ein extrem wichtiger Punkt. Viele Betroffene sind schockiert, wenn Sie im Fall der Fälle feststellen, dass sie von der gesetzlich verbleibenden Rente im Krankheitsfall ihr Leben nicht bestreiten können. Ohnehin tritt die gesetzliche Variante erst ein, wenn der Empfänger mindestens fünf Jahre auch Beiträge eingezahlt hat. Junge Berufsanfänger oder auch Unternehmer und Selbstständige können also hier durchaus betroffen sein, weil sie diese Voraussetzung nicht erfüllen. Selbst wenn doch, liegt die Rentenerwartung dann im Durchschnitt nur wenig über 700 EUR.

Vorerkrankungen können entscheidend sein

Beim Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine Gesundheitsprüfung notwendig. Auch darum spricht vieles dafür, diesen Schutz möglichst in jungem Alter abzuschließen. Vorerkrankungen wie Psychische Leiden, Bandscheibenschäden oder ähnliches können höhere Raten oder im schlimmsten Fall sogar eine Ablehnung der Versicherung bedeuten. Gleichzeitig sind die Prämien bei Bürotätigkeiten deutlich geringer, da die Versicherer das Risiko des Schadeneintritts geringer einstufen als beispielsweise bei einem Dachdecker. Es lohnt sich also in jedem Fall, sich gründlich zu informieren und beraten zu lassen, um die optimale Versicherungslösung für die individuelle Situation zu ermitteln und mit gutem Gefühl in die Zukunft blicken zu können.

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