Wirtschaftswachstum führt zu steigenden Steuereinnahmen

28. Januar 2019 | Von | Kategorie: Blog

Jeder Bürger zahlt Steuern und finanziert damit die Ausgaben des Staates. Von 2015 bis 2017 sind die Steuereinnahmen um zehn Prozent gestiegen. Im Vergleichszeitraum stiegen die Staatsausgaben nur um acht Prozent. Das kräftige Steuerwachstum hat wesentlich dazu beigetragen, dass der Staatshaushalt deutlich im Plus liegt. Insgesamt summierten sich die Steuereinnahmen aus den mehr als 40 verschiedenen Steuerarten auf 734,513 Milliarden Euro. Die Steuerarten werden in Gemeinschaftssteuern, Bundes-, Landes- und Gemeindesteuern sowie Zölle unterschieden.

Einkommenssteuern bilden größten Teil der Steuereinnahmen

Die Einkommenssteuer trägt mit insgesamt mehr als 300 Milliarden Euro am stärksten zu den gesamten Steuereinnahmen bei. Diese Steuer gehört zu den direkten Steuerarten, welche jeder Bürger zahlen muss, der ein Einkommen erzielt. Die Einkommenssteuer setzt sich zusammen aus den einzelnen Steuern, die für die verschiedenen Einkommensarten erhoben werden. Arbeitnehmer tragen mit der Lohnsteuer, die mehr als 195 Milliarden Euro einbrachte, am meisten zu den Einkommenssteuern bei. Die Lohnsteuer wird monatlich abgeführt und richtet sich nach der Höhe des Gehalts.
Doch auch Selbstständige, Freiberufler und Personengesellschaften zahlen Einkommenssteuern, die sich am Gewinn orientieren. Da der Gewinn erst nach dem Ende eines Geschäftsjahres ermittelt werden kann, sind diese Steuerzahler oft davon betroffen, hohe Steuernachzahlungen leisten zu müssen. Das ist immer dann der Fall, wenn sich die Geschäftstätigkeit besser als erwartet und besser als in der Vergangenheit realisiert, entwickelt hat.

Wie können Selbstständige hohe Steuernachzahlungen finanzieren?

Steuernachzahlungen stellen Selbstständige häufig vor große Probleme, besonders wenn sich die wirtschaftliche Lage im aktuellen Geschäftsjahr wieder verschlechtert hat. Ein Kreditvergleich bietet die Möglichkeit, günstige Kredite für Selbstständige zu finden und den finanziellen Engpass mit einem niedrig verzinsten Kredit zu überbrücken.

Weitere Steuerarten

Die gute gesamtwirtschaftliche Lage zeigt sich auch in einer gesteigerten Konsumneigung der Bürger. Das hat zur Folge, dass die Einnahmen aus den indirekten Steuern, die beim Kauf von Gütern und Dienstleistungen automatisch erhoben werden und Bestandteil des Preises sind, ebenfalls stark gestiegen sind. Den größten Posten bildet hier die Mehrwertsteuer mit mehr als 170 Milliarden Euro. Doch auch die Energiesteuer, die mehr als 41 Milliarden Euro einbrachte sowie die Grunderwerbssteuer (gut 13 Milliarden Euro) tragen wesentlich zu den gesamten Steuereinnahmen bei. Einen weiteren großen Posten mit mehr als 68 Milliarden Euro bilden die Zölle.

Ist ein weiteres Ansteigen der Steuereinnahmen zu erwarten?

Auch 2018 konnte der Staatshaushalt ein weiteres Wachstum bei den Steuereinnahmen verzeichnen. Im ersten Halbjahr wurden 5,2 Prozent mehr Steuern eingenommen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Eine Betrachtung über zehn Monate ergab, dass die Steuereinnahmen von Januar bis Oktober sogar um 6,6 Prozent auf insgesamt mehr als 571 Milliarden Euro gestiegen sind.

Neueste Steuerschätzungen kommen allerdings zum Ergebnis, dass ein Ende des Steuerbooms in Sicht ist. Für 2019 wird nur noch ein moderates Ansteigen der Steuereinnahmen erwartet und die Prognose für die weiteren Jahre geht von einer Stagnation und allenfalls sehr geringen Wachstumsraten aus, wobei man bedenken muss, dass sich die Steuereinnahmen auf einem Rekordniveau bewegen.

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